Die Geschichte der Ederwichtel

 

      In den Wäldern rund um den Edersee
     wohnen die Untertanen des
    Wichtelkönigs "Erck"

     Der Sage nach mag es über ein Jahrtausend
   her sein, seit der Erbauer der Burg Waldeck
 mit dem Zwergenvolk, dass in den Ederbergen,
     besonders aber tief im Inneren des Schloßfelsens
 hauste, über den Burgbau einen Vertrag
 abschloß.
   Der Graf von Waldeck versprach Erck,
 den Felsen unter seinem Schloß
 für alle Zeiten zu sicherem Besitz, so dass
    er mit seinem Zwergenvolk in Frieden dort
 hausen dürfe, solange es ihm beliebe.
       Dagegen verpflichtete sich Erck,
die Grundmauern der Burg so felsenfest
 erbauen und verfugen
 zu lassen, dass das Schloß
           niemals sinken oder fallen könne.
      Manchmal schlägt Erck mit seinem
      funkelnden Hammer aus Edergold
      dreimal auf den Felsen. Dann wird´s im
      Nachtdunkel an allenHügeln und Hängen
 der Eder lebendig.
    Zahllose Lichtlein blitzen auf,
 wie Glühwürmchen, die im Funkenflug
       durch die Sommernächte schwärmen und schwirren.
        Es sind die Leuchten der kleinen Wichtel,
        die aus allen Wäldern rund um den Edersee
          her zum Schloß Waldeck eilen.
     Weithin hellt dann der Schein ihrer Lichtchen
     das dunkle Edertal.
      Wenn Erck´s Goldhammer erneut auf dem Felsen
   niederschlägt, huschen die Lichtlein der Wichtel
   schnell auseinander und eilig suchen sie wieder
      ihre Wohnungen in den Wäldern auf.

      Die Wichtel halten sich sehr versteckt  tief
      im Wald zwischen alten Bäumen, Wurzeln
 und in kleinen Höhlen  auf.
       Nur ganz selten bekommt man sie zu sehen.
       Einige von ihnen wohnen bei der
         "Klosterruine" und am "Langen Stein"
         in Ober-Werbe.
       Sie nennt man die "Klosterwichtel"